Das
Wort Lavandou lässt einen zuerst an " Lavande "(Lavandel)
denken. Das versteht sich, denn die beiden Bezeichnungen
ähneln sich sehr.
Eine
Varietät des Lavendel wächst tatsächlich auf den Hügeln
des Maurengebirges (lavandula stoechas), aber der provenzalische
Name für diesen Lavendel ist Queirélé.
Und
man sollte nicht vergessen, dass man vor kaum sechzig Jahren
in unserem Dorf nur, oder fast nur, Provenzalisch sprach.
Wie hätte man also aus dem Wort Queirélé das Wort Lavandou
machen können ?
Was
am ehesten wahrscheinlich ist, steht im " Felibrige " von
Frédéric Mistral geschrieben, dem grossen provenzalischen
Dichter, der den Nobelpreis für Litteratur erhielt.
Auf der Seite 195, des 2. Bandes kann man lesen :
Lavadou- LAVANDOU (Var), Synonym des Wortes "lavoir" (Waschhaus).
Als Beleg dieser These besitzt das Rathaus von Le Lavandou
ein Gemälde von Charles Ginoux, eine Darstellung des Dorfes
im Jahre 1736, wo man im Vordergrund das Waschhaus sieht,
in dem die Frauen der Fischer Ihre Wäsche wuschen.
Entstehen
der Gemeinde Le Lavandou
Ursprünglich
war Le Lavandou ein Teil der Gemeinde Bormes.
Im Jahre 1909 ergibt sich die Gelegenheit, die Selbständigkeit
zu fordern.
Am Ende eines langen Autonomieprozesses teilte die Regierung
von der Gemeinde Bormes das ganze Gebiet ab, das zwischen
der "pointe de Gouron" im Westen, der kleinen Schlucht von
Fontalde bei Pramousquier im Osten, und von dem Fluss Môle
im Norden liegt, im ganzen ungefähr 2975 Hektar.
Der
Conseil d'Etat stimmte dem Gesetzesentwurf zu und am 27.März
wurde das Gesetz von der Chambre des députés verabschiedet.
Am 20. Mai bekam es die Zustimmung vom Senat und am 25.Mai
1913 wurde es vom Präsidenten der Republik, Raymond Poincaré,
verkündet; auf diese Weise erhielt Le Lavandou den Status
der unabhängigen Gemeinde. |