Théo van Rysselberghe (1862-1926)

Théo van Rysselberghe wurde am 23. November 1862 in Gent geboren und starb am 13. Dezember 1926 in Saint-Clair bei Lavandou. Er war ein belgischer Maler nahe der libertären Bewegung und war bekannt als einer der wichtigsten Vertreter des Divisionismus in Belgien und des Pointillismus der Schule von Laethem Saint Martin.

Nach seinem Studium an den Kunstakademien in Gent und Brüssel entdeckte Théo van Rysselberghe um 1886-1887 das Werk von Georges Seurat zusammen mit Émile Verhaeren. Théo van Rysselberghe. LavandouAls Freund von Octave Maus ist er in 1883 eines der Gründungsmitglieder der Brüsseler Gruppe avantgardistischer Künstler „Société des Vingt“. Am Ende des 19. Jahrhunderts ließ der Pointillismus in seinen Werken Platz für eine Technik mit breiteren und länglicheren Farbtupfern. Wie Georges Seurat und Paul Signac malte er zahlreiche Landschaften am Meer. Er malte unzählige Porträts, vorwiegend von Menschen aus seinem Umfeld, darunter Alice Sèthe. Dieses Werk hat ein mit viel Präzision gemaltes Dekor und bildet einen Kontrast zur synthetischen Arbeitsweise der Pointillismus-Künstler in Frankreich. Seine Figuren haben nicht diesen strengen, würdevollen Charakter wie die in den Werken von Seurat. Neben dem Postimpressionismus war der Maler auch vom Japonismus beeinflusst und bewunderte vor allem Hiroshige. Seine maritimen Landschaften wurden einfacher und kontrastierten mit den vielen Details in seinen Porträts. Ab 1910 malte er mehrere Gruppen mit nackten Frauen, was eines seiner bevorzugten Themen wurde: L'heure embrasée (Abendglühen, 1897), Baigneuse autour d'un rocher (Badende am Felsen, 1910), Baigneuses à Cavalière (Badende in Cavalière, 1910). Er malte auch einige weibliche Aktbilder mit nur einer Dame: Nageuse au repos (Schwimmerin ruht sich aus, 1922), L'Ablution oder Vénus Théo van Rysselberghe. Lavandouaccroupie (Waschung oder Knieende Venus, 1922). Diese Werke enthalten aber keine oder nur kaum Erotik im eigentlichen Sinne, zumindest nicht für den Schriftsteller André Gide, der die abgebildeten Damen als „hygienisch nackt“ bezeichnete. Dieser Zeitraum war geprägt von dem Übergang zwischen dem postimpressionistischen Einfluss und einer Tendenz zum Klassizismus hin. Théo van Rysselberghe hat auch die Textsammlung von Émile Verhaeren und den Almanach in 1895 illustriert und zeichnete Kolumnentitel, Arabesken und Illustrationen. Er gestaltete einige Ausstellungskataloge der „Société des Vingt“. Am Ende der 1890er Jahre ließ er sich endgültig in Lavandou nieder und kehrte zu einer gewissen Form des Klassizismus zurück. Seine Atelier-Villa ist ein wichtiges Element der architektonischen und kulturellen Identität von Lavandou. Über die Wichtigkeit für Lavandou hinaus gehört sie außerdem zum Phänomen der vielen Künstler und Intellektuellen, Théo van Rysselberghe. Lavandoudie sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Provence und besonders in Lavandou niedergelassen haben. Die künstlerisch tätigen und intellektuellen Persönlichkeiten haben zur Entwicklung einer neuen kulturellen Identität der Region und ihres Einflusses beigetragen, einerseits durch die Architektur, sei es in Bezug auf die Ferienhäuser, die Spuren dieser Künstler oder Kulturorte, und andererseits durch die vielen künstlerischen Darstellungen, die die Landschaften verewigt und idealisiert haben. Die Villa Van Rysselberghe stellt durch ihre Bauweise an sich und ihren historischen Kontext einen echten Wert im Rahmen des Kulturerbes dar und wurde entsprechend im Jahr 2000 vom französischen Ministerium für Kultur mit dem Label „Erbe des 20. Jahrhunderts“ ausgezeichnet.
.Renovierung von Théo Van Rysselberghe Villa in Lavandou


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